Agentic vs. Autonomous Commerce: Die Branche löst das falsche Problem

KI-Agenten übernehmen den Commerce. So lautet zumindest das Versprechen. Tausende Anbieter tragen heute das Wort "agentic" im Marketing. Gartner zufolge erfüllen die wenigsten davon was sie versprechen. Der Rest betreibt Agent Washing: umgelabelte Chatbots, RPA-Tools und bestehende Automatisierungen unter neuem Namen.

Das eigentliche Problem liegt woanders.
Agentic Commerce optimiert den Weg zur Bestellung. Discovery, Search, Shopping Assistants, konversationelle Kauferlebnisse. Das ist es, worüber die Branche spricht. Das ist es, was die meisten Plattformen bauen. Und es löst vielleicht zehn Prozent des Problems.
Was danach kommt, Lieferantenauswahl, dynamische Preisgestaltung, Fulfillment-Routing, Ausnahmebehandlung, bleibt manuell. Dabei stecken genau dort 90 Prozent der Komplexität im B2B Commerce.

Dieser Vortrag zieht eine klare Linie zwischen Agentic und Autonomous Commerce, gestützt auf aktuelle Analysten-Frameworks von Gartner und Forrester. Agentic Commerce löst zehn Prozent des Problems. Wer im B2B Commerce wettbewerbsfähig bleiben will, muss die anderen neunzig verstehen.

 

Frank Schoutissen

Frank Schoutissen ist Head of Ecosystem bei Emporix, wo er die globale Wachstums-, Internationalisierungs- und Channel-Strategie verantwortet. Er bringt über 30 Jahre Erfahrung im Aufbau und der Skalierung von Partner Ökosystemen in der B2B Software und Commerce Industrie mit. Zuvor war er als Global Head of Channel and Alliances bei SAP tätig und baute bei hybris das Partner Ökosystem von 15 auf über 500 Partner aus.
Frank ist außerdem in mehreren Advisory Boards aktiv und gilt als einer der erfahrensten Channel- und Ecosystem Experten im europäischen Commerce Umfeld.

Frank Schoutissen